Liebe Eichhörnchen Freunde,

 

bis vor einigen Tagen konnten wir Ihnen eichhörnchengerechte Futterhäuser anbieten. Durch den anhaltenden Frost der letzten Wochen hatten wir jedoch eine solch hohe Nachfrage, dass sie derzeit leider vergriffen sind. .

 

Unsere Futterhäuser sind eigene Weiterentwicklungen nach amerikanischem Vorbild und wurden für die deutlich grazileren europäischen Eichhörnchen modifiziert.

 

Es hat sich gezeigt, dass viele Hobbyschreiner ähnliche Futterboxen bauen und diese auf Gartenmärkten, Pflanzenbörsen oder über das Internet verkaufen. Sie sehen ansprechend aus und sind erschwinglich, jedoch leider nicht auf Funktionalität geprüft.

Oft zeigt sich erst ein bis zwei Wochen nach dem Kauf, dass kein Hörnchen an die Leckerbissen heran kommt.

So wurden in den letzten Wochen sehr viele Anfragen an unseren Verein gestellt - obwohl oben genannte Futterhäuser nicht über unseren Verein bezogen wurden.

 

Aufgrund dieser vielen Anfragen möchten wir Ihnen Futterhaus-Beispiele aufzeigen, die ungeeignet sind um Eichhörnchen zu füttern.

 

Das Guillotinen Futterhaus:

 

Es wurde handwerklich gut gebaut, nur leider nicht bedacht, dass die vordere Plexiglasscheibe unbedingt abgesenkt werden muss. Da oft zwei oder mehrere Tiere zeitgleich den Futterplatz besuchen, kann man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Eichhörnchen mit seiner Nase den Deckel öffnet um an die leckeren Nüsse zu kommen und ein zweites auf den Deckel springt......

 

Die Schimmelbox:

 

Ein rundum verdichtetes Futterhaus, Leisten oben, unten, sowie seitlich, oder gar Abdichtung mit Silikon, als vermeintlicher Schutz vor Nässe.

Ein Trugschluss, denn allein durch die Luftfeuchtigkeit und den Winddruck kommt es zu Feuchtigkeit im Futterhaus, so wie in jedem Vogelfutterhaus auch. Erst durch die mangelnde oder gar fehlende Belüftung, haben Schimmelpilze ein leichtes Spiel. Nach kurzer Zeit ist nicht nur das komplette Futter verdorben, auch das Futterhaus als solches wird unbrauchbar, die  Schimmelpilzsporen sitzen nun in jeder Ritze.

 

Das Massivhaus:

 

Konstruktionsfehler der Größe in Höhe und Breite,  im Besonderen in der Deckelstärke!

Ein Anbieter wirbt mit 19mm Holzstärke, rechnet man bei diesen unglücklich gewählten Maßen das Gewicht des Deckels aus, so müssten schon zwei Hörnchen in Teamwork den Deckel anheben um an die Nüsse zu kommen. Bei dieser Fehlkonstruktion ist der Deckel einfach zu schwer.

 

Das Giftgrüne Futterhaus:

 

Es wird beworben aus kesseldruckimprägniertem Holz gebaut zu sein, für eine vermeintlich lange Haltbarkeit! Vielleicht hält es länger als die Hörnchen leben  bzw. überleben, denn allein der Nuss- und Futtergeruch, der sich nach kurzer Zeit über das Holz ausbreitet, lässt die Eichhörnchen an dem giftigen Holz knabbern. Umgekehrt setzt das chemisch imprägnierte Holz  toxische Stoffe direkt an das Futter frei.

Kesseldruckimprägniertes Holz wird oftmals mit gesundheitsgefährdeten Salzen mit Chrom, Kupfer, Arsen und Bor Bestandteilen behandelt (Insektizid und Fungizid). Allgemein sollte dieses Holz nicht für Konstruktionen verwendet werden, die in direktem Kontakt mit Lebens- oder Futtermittel stehen.

 

 

Ob Eichhörnchen-Futterboxen nun über private Anbieter oder über uns erworben werden ist uns zweitrangig. Wir wünschen uns gut funktionierende, giftfreie und sichere Futterboxen.

Wie das funktionieren kann sehen Sie unter  „Aufruf an Hobbyschreiner“.