Unser Eichhörnchen-Projekt in Eckernförde dient nicht nur als Informations- und Forschungsstation, sondern bietet mit seinem 50m² Gehege auch ausreichend Platz für die spätere Auswilderung von Eichhörnchen-Findelkindern und die längerfristige und artgerechte Unterbringung von Überwin-terern. Bundesweit einmalig ist des Weiteren unser 100 m² großes und bis zu 7 m hohes Gehege für unsere „Dauer-gäste“. Hier finden Eichhörnchen mit Behinderungen einen natürlichen, geschützten Lebensraum.
Bei unserem Engagement, der Aufzucht und Wiederaus-wilderung von verwaisten Findelkindern und verletzten Tieren, können wir im Vorfeld nicht immer eine Prognose stellen, wie sich ein Tier letztlich entwickeln wird.
Denn vielmals bleiben uns nicht nur die wahren Umstände des Fundes verborgen, sondern auch die Genesungs-chancen eines Tieres und so sehen wir oft erst nach einigen Wochen, dass z.B. ein gebrochenes Bein doch nicht wieder voll einsatzfähig ist, oder aber eine kleine Augenverletzung zu einer einseitigen Blindheit geführt hat. Betreffende Tiere würden aufgrund ihrer Behinderung in der Natur schnell Beute ihrer natürlichen Feinde oder des Menschen werden.

Dabei sehen wir uns in der Verantwortung, auch für diese Tiere eine artgerechte und lebenswerte Unterbring- ung zu schaffen, wobei es uns nicht darum geht, Eich- hörnchen um jeden Preis am Leben zu halten, die sich letztlich nur quälen, Schmerzen erleiden oder sich kaum fortbewegen können. Vielmehr ist Eckernförde eine Heimat für jene Tiere, die sich prinzipiell völlig eichhörnchentypisch verhalten, eben nur mit dem kleinen Unterschied des steifen Hinterbeines, des blinden Auges, des fehlenden Schwanzes. Sie können, wie jedes andere Tier auch, springen, klettern, beißen und sich, und dies ist sehr wichtig, ihr Futter selbständig holen.
Die einzige Alternative zu einem betreuten und geschützten Leben im Rahmen dieses einzigartigen Projektes wäre die Euthanasie von ansonsten völlig gesunden Tieren. Aus unserer Sicht eine nicht akzeptable Alternative.

So hat auch Pelle aufgrund eines steifen Hinterbeines den Weg zurück in die Natur nicht geschafft, darf aber dennoch dank Eckernförde in einem Areal von 100m² ein artgerech- tes Leben führen. Pelle steht stellvertretend für viele andere Hörnchen, die ohne diese Möglichkeit heute nicht mehr leben würden.
Im Zuge unserer Maßnahmen, dieses Projekt zu schützen, zu erhalten und zu fördern, möchten wir Sie einladen, uns zu besuchen.
Die Tiere sind den Kontakt zum Menschen gewöhnt und so können wir Besuchern die wunderbare Möglichkeit bieten, Eichhörnchen aus nächster Nähe zu beobachten.
Sie werden sehen, dass jedes Tier neben einer individuellen Farbgebung und anderen spezifischen Äußerlichkeiten auch einen ganz eigenen Charakter hat. Schnell werden Sie erkennen, dass Eichhörnchen nicht dazu geboren sind, mit ihrem enormen Bewegungsdrang und ihrer Cleverness in einem kleinen Käfig im Wohnzimmer ihr Dasein zu fristen.
Denn Eichhörnchen sind Wildtiere, keine Haus- und Kuscheltiere! Hierzu und zu vielen weiteren Themen rund um das Eichhörnchen gibt es verständliche Informationen und allerhand zu entdecken im Eichhörnchen-Projekt-Eckernförde.
Unsere Öffnungszeiten:
Täglich von 10:00 - 16:00 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen Montag Ruhetag
Telefonisch können Sie uns erreichen unter: 04351– 720255
(Führungen von großen Gruppen bitte telefonisch anmelden)
So finden Sie uns:
B76 auf Höhe der Noorfischerei in die Noorstrasse, dann links in den Hans-Christian-Andersen-Weg. Die Station befindet sich in der Verlängerung des H.-C–Andersen- Weges nach 50 m auf der linken Seite.
Ansprechpartner und Projektleitung: Moni Rademacher
Eichhörnchen Notruf e.V.